
In der Bonhoeffer-Arche geht es im wörtlichen Sinne um Gott und die Welt. Die Krippe in kirchlicher Trägerschaft will Kindern bereits im frühen Alter an den christlichen Glauben heranführen. In der Sehnder Kernstadt ist die Einrichtung die einzige ihrer Art. Weil das Bonhoefferhaus aber seit Kurzem der Stadt gehört, muss der Rat nun entscheiden, ob die evangelische Kirche die Krippe weiterhin betreiben darf.
„Ich finde es selbstverständlich, dass es in einer Stadt wie Sehnde eine christliche Krippe geben muss“, sagt Pastorin Damaris Frehrking. Neben Rethmar und Ilten müsse es ein solches Angebot auch in der Kernstadt geben. Die Nachfrage ist groß: Sechs Plätze werden im Sommer frei. Laut Erzieherin Bärbel Börges liegen bereits 20 Anmeldungen vor. „Viele Familien haben hier schon ihr erstes Kind untergebracht und hoffen darauf, auch das zweite zu uns bringen zu können“, sagt sie.
Das religiös-pädagogische Konzept der Arche sieht vor, dass die Erzieherinnen mit den Kindern über die Schöpfung sprechen und auch gemeinsam beten. Im Vorjahr sei zudem das Thema Taufe aufgearbeitet worden, erzählt die Pastorin: „Die Kinder haben das mit Puppen sehr süß nachgespielt. Sie begreifen schon, dass da ein Gegenüber ist, das sie beschützt.“
Die Frauen hoffen auch, dass die ebenfalls geplante Unterbringung des Jugendfreizeitheims im Bonhoefferhaus konfliktfrei verwirklicht werden kann. Ob die Kirche die Trägerschaft der Krippe behalten wird, entscheidet der Rat in seiner Sitzung am 15. März.
aus:
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Anzeiger für Lehrte und Sehnde
vom 18. Februar 2012
Red. Sarah Dettmer, Sehnde
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