Entwicklung eines Gemeindeprofils


Entwicklung von Gemeindeprofilen

Im Rahmen des Organisationsentwicklungsprozesses sollen die Kirchengemeinden ein Gemeindeprofil entwickeln. Häufig gestellte Fragen werden hier beantwortet:

Wozu brauchen wir ein Gemeindeprofil?

Ein Gemeindeprofil dient dazu,

- sich selbst in der Gemeinde zu vergewissern. Wer sind wir eigentlich als Kirche im Ort? Was können wir gut? Was sind unsere Schwächen?

- sich nach außen profiliert darzustellen. Kirchliche Arbeit bekommt für Außenstehende auf diese Weise ein Gesicht.

- sich mit Nachbargemeinden über Schwerpunkte der Arbeit zu verständigen. Partnerschaftliche Zusammenarbeit setzt nämlich voraus, dass man weiß, was man selbst gut macht bzw. wo man Schwächen hat.

- sich im Kirchenkreis abzusprechen, damit die notwendige Vielfalt kirchlicher Verkündigung angesichts von Sparvorgaben erhalten bleibt. Nicht jeder muss alles machen, aber gemeinsam bilden wir die vielfältigen Formen kirchlicher Arbeit ab.

Wie viel Zeit kostet die Entwicklung eines Gemeindeprofils?

Dass mit der Entwicklung von Gemeindeprofilen auch viel Arbeit verbunden ist, soll nicht geleugnet werden. Das kostet erst einmal Zeit. Die Erfahrung zeigt aber, dass es sich in erster Linie für die Gemeinden selbst lohnt. Weitere Schritte, wie z.B. die Entwicklung von Konzeptionen und die Vereinbarungen von Zielen, können auf der Grundlage eines Gemeindeprofils viel schneller gemacht werden. Je nach Methode benötigen Sie mindestens einen ganztägigen Klausurtag und zwei vorbereitende sowie eine nachbereitende Sitzungen (à 90 Minuten).

Wie kommen wir zu einem Gemeindeprofil?

Um ein Gemeindeprofil zu entwickeln, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es gibt nicht den einen richtigen Weg!

In jedem Fall sollte die endgültige Fassung eines Textes vom Kirchenvorstand der Kirchengemeinde verantwortet werden. Dass dies zusammen mit dem Pfarramt passiert, ist selbstverständlich. So weit vorhanden sollte der Gemeindebeirat beteiligt sein. In wie weit haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder gar Gruppen und Kreise einbezogen werden, muss jeweils vor Ort entschieden werden.

Mit einem Frageraster zu arbeiten, hat sich als hilfreich erwiesen. Sie können dabei gerne das Frageraster (Download pdf-Datei links) verwenden, das im Rahmen des Organisationsentwicklungsprozesses vielfach weitergegeben wurde. Selbstverständlich können Sie auch andere Frageraster oder Leitfäden benutzen. Beispielsweise den Leitfaden der Landeskirche zur Erstellung eines Gemeindeberichts anlässlich der Visitation. (Download pdf-Datei links)

Bei all dem kommt es nicht darauf an, Fragen zu beantworten, sondern ein Profil zu beschreiben, das u.a. möglichst präzise darüber Auskunft gibt: Wer sind wir? Was wollen wir? Wie arbeiten wir? Was sind unsere Schwerpunkte? In welchem Umfeld arbeiten wir? Die Frageraster bzw. Leitfäden helfen nur, Wichtiges nicht zu vergessen.

Bewährt hat sich auch, für einen solchen Prozess Moderation in Anspruch zu nehmen. Sieben geschulte Moderatorinnen und Moderatoren stehen im Kirchenkreis dafür zur Verfügung. Auf der Homepage des Kirchenkreises finden Sie Namen und Adressen. Ich helfe aber auch gerne weiter.

Was passiert mit den erarbeiteten Texten?

- Die Texte sind zunächst einmal für Sie in den Kirchengemeinden wichtig. Sie dienen als Grundlage zur Weiterarbeit an der Konzeption der Gemeinde oder an Zielbeschreibungen.

- Im Rahmen des Organisationsentwicklungsprozesses wollen wir die Profile der Gemeinden zusammentragen, damit sich ein Gesamtbild kirchlicher Arbeit im Kirchenkreis ergibt. Dazu schicken Sie uns Ihren fertigen Text.

- Ihr Profil soll ferner mit Aspekten aus der Fremdwahrnehmung konfrontiert werden. Dazu haben Sie mit den Sozialraumdaten (auf der CD für die Gemeinde) ein wichtiges Hilfsmittel bekommen. Wir werden diesen Schritt der Organisationsentwicklung aber noch genauer ausarbeiten und beschreiben.

- Mit Ihrem Gemeindeprofil sollen Sie zu Absprachen und zu verstärkter Zusammenarbeit in den Regionen bzw. im Kirchenkreis zu gelangen. Regionalkonferenzen, bei denen es um konkrete Projekte geht, werden Anfang 2007 geplant.

Bis wann soll das alles fertig sein?

Je eher desto besser! Aber nehmen Sie sich auch die notwendige Zeit. Es wäre gut, wenn Sie das Profil vor den Sommerferien entwickelt hätten. Wenn das in Ihrer Gemeinde nicht möglich sein sollte, geben Sie uns als Lenkungsgruppe doch bitte ein Signal, wie weit Sie sind und wann Sie voraussichtlich fertig sein können. Dadurch behalten wir den Überblick.

Und wie ist das mit dem Projekt „Gemeinden unterwegs“?

Die Entwicklung des Gemeindeprofils ist die wichtigste Vorarbeit für das Projekt des Öffentlichkeitsausschusses. Das Projekt unterstützt den Prozess, denn mit der geplanten Präsentation erhalten Sie ein gutes Instrument, um Ihre Arbeit nach außen darzustellen. Insofern ist das Projekt „Gemeinden unterwegs“ nichts Zusätzliches, sondern eine handfeste Umsetzung Ihrer Arbeitsergebnisse, die Ihnen zu Gute kommt.

Falls es weitere Fragen gibt, wenden Sie sich gerne an Pastorin Susanne Paul
Tel. 05085 - 71 53
organisationsentwicklung@kirchenkreis-burgdorf.de