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Zum Sonntag von Pastor Matthias Paul St.-Paulus-Kirche Burgdorf
Die Welt zu Gast bei Freunden
Hannover ist ein einziges Fan-Fest. Und ganz besonders die Mexikaner haben fröhlich und lautstark in Hannover gefeiert. Weltweite Freundschaft also - darum geht es. In der letzten Woche war ich in Mexiko, genauer in Oaxaca, einer UNESCO-Welterbestadt. Auch dort: Fußball ist das Thema. Überall, wo ein Fernsehgerät ist, fiebern die Mexikaner mit. Und: Bilder von Göttingen (dem Quartier der Mexikaner) und Hannover sind oft dort zu sehen. Tatsächlich: Der Sport verbindet. Deutschland, viele tausend Kilometer entfernt, ist im Herzen der Leute.
Gleichzeitig, auf dem flachen Land in Mexiko: Viel Armut ist zu sehen. Wir haben Familien besucht, die mit einfachsten Mitteln phantasievolle Holzfiguren schnitzen und Stoffe weben, um sie später auf den Märkten zu verkaufen. Das kann ein Ausweg aus der Armut sein. Nur: Woher das Geld nehmen, um die Rohmaterialien zu beschaffen?
Dazu ist - nach indischem Vorbild - ein sehr gutes Instrument der Entwicklungshilfe entstanden: Der Mikrokredit. Organisationen vergeben kleine Kredite (zunächst vielleicht nur 50 Dollar) an Gruppen, die gegenseitig für sich bürgen. Es sind meistens Frauengruppen, weil sie verlässlicher sind. Bei einer normalen Bank hätten sie keine Chance. Aber über den Mikrokredit gibt es die Möglichkeit, eine kleine Geschäftstätigkeit aufzunehmen und ein eigenes Einkommen zu erzielen. Nach erfolgreicher Rückzahlung gibt es dann die Chance auf einen weiteren, dann höheren Kredit.
Ich war in Mexiko, um diese Arbeit durch Mikrokredite zu unterstützen. Dazu arbeite ich in der ökumenischen Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit mit. Schauen Sie einmal im Internet vorbei: www.oikocredit.de. Gerne erzähle ich auch persönlich davon. Damit weltweite Freundschaft nicht nur ein Wort bleibt.
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